Die im vergangenen Jahr erstmals veranstalteten „Koblenzer Wochen der Demokratie“ mit ihrem für die Entstehung der Bundesrepublik so wichtigen Thema der „Rittersturzkonferenz“ fanden eine große Resonanz, die zahlreichen Veranstaltungen waren sehr gut besucht.

Auch in diesem Jahr widmen sich die „Koblenzer Wochen der Demokratie“ mit den „Wahlen“ einem aktuellen Thema. Unter dem Motto „Wozu Demokratie? Weil wir die Wahl haben!“ soll auch 2019 wieder eine Auseinandersetzung mit der demokratischen Kultur angeregt werden.

Am 12. November 1918 erhielten Frauen nach vielen Jahren des Kampfes endlich das aktive und passive Wahlrecht in Deutschland. Die erste Wahl, an der Frauen teilnehmen konnten, fand vor genau 100 Jahren, am 19. Januar 1919 statt, es war die Reichstagswahl. Das Wahlrecht ist der Schlüssel zur Gleichberechtigung – um teilzuhaben, um mitzugestalten und um mitzuentscheiden, in welcher Gesellschaft wir leben möchten.

Auch für ein vereintes Europa werden in 2019 am 26. Mai die Weichen für die Zukunft gestellt, wir alle haben es bei den EU- und Kommunalwahlen in der Hand, mitzuentscheiden, wie unsere politische Zukunft aussehen wird.

Sie sehen: Mit den „Wahlen“ haben wir wieder eine spannende Thematik für die diesjährigen „Koblenzer Wochen der Demokratie“ ausgewählt.

Ich würde mich freuen, wenn die unterschiedlichen Formate und Ausrichtungen unserer Veranstaltungsreihe wieder zahlreiche Impulse für eine lebendige Diskussion über unsere demokratiegeprägte Gesellschaft setzen.

PD Dr. Margit Theis-Scholz
Kulturdezernentin der Stadt Koblenz

Schirmherrschaft

Malu Dreyer„Sie haben die Wahl! Demokratie lebt von Mitbestimmung und Mitgestaltung. Im Jahr 2019 stehen entscheidende Wahlen auf Kommunal- und auf EU-Ebene an und wir haben gleich mehrfach die Möglichkeit zu zeigen, dass unsere Stimme zählt.
Die Koblenzer Wochen der Demokratie laden auch in diesem Jahr wieder zur konstruktiven Auseinandersetzung mit Demokratie ein und öffnen in vielseitigen Veranstaltungen Raum für Diskussion, zum Austausch und zur Unterhaltung. Unter dem Motto: „Wozu Demokratie? Weil wir die Wahl haben“ erinnern sie auch daran, dass Frauen seit 100 Jahren wählen und gewählt werden dürfen. Das ist ein Meilenstein und war ein großer Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung und Selbstbestimmung.
Ich danke den Organisatoren und Organisatorinnen sowie allen Beteiligten für ihr Engagement rund um die Koblenzer Demokratietage und wünsche allen interessierten Bürgern und Bürgerinnen wertvolle Eindrücke und schöne Begegnungen in Koblenz.“

Malu Dreyer
Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Programmübersicht

August

04Apr(Apr 4)10:0022Sep(Sep 22)18:00Ausstellung: "Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie"Deutsches Historisches Museum

September

04Apr(Apr 4)10:0022Sep(Sep 22)18:00Ausstellung: "Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie"Deutsches Historisches Museum

11Sep19:00Das andere Leben: Live-Hörspiel der Autobiographie von Solly GanorKinder- und Jugendbüro

15Sep17:3019:00Gemeinsam für die Demokratie und gegen Extremismus. Filmvorführung mit anschließender DiskussionOdeon-Apollo-Kinocenter

Oktober

No Events

November

18Nov19:0020:30"Die Macht des Volkes - Über das Wert-volle der Demokratie"Bischöfliches Cusanus-Gymnasium

Dezember

No Events

Januar

No Events

Februar

No Events

März

No Events

April

No Events

Mai

No Events

Juni

No Events

Hintergrund:

Die Koblenzer Rittersturzkonferenz

Hintergrund:

Die Koblenzer

Rittersturzkonferenz

Anlass für die Koblenzer Wochen der Demokratie war die „Rittersturzkonferenz“, die sich 2018 zum 70ten Mal jährte. Vom 8. bis zum 10. Juli 1948 fanden auf dem Koblenzer Rittersturz – einem Felsvorsprung am Stadtrand, auf dem bis in die 1970er Jahre ein Tagungshotel stand – entscheidende Beratungen zur Verfassung des Grundgesetzes statt. Die Stadt Koblenz ist seither unmittelbar mit der Entstehung der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland verbunden.

Anlass für die Veranstaltungsreihe waren allerdings auch die Veränderungen der demokratischen Kultur in Deutschland und Europa. Diese Ausgangspunkte haben die Stadt Koblenz dazu bewegt, die „Koblenzer Wochen der Demokratie“ zu veranstalten, um im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern aktiv zu einer Erneuerung der Demokratie im 21. Jahrhundert beizutragen.

Der Programmtitel „Wozu Demokratie?“ soll dazu anregen, gemeinsam über das Zusammenleben in Stadt und Region nachzudenken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv zu gestalten.

Konferenzteilnehmer von links: Lorenz Bock, Viktor Renner, Franz Suchan, Hermann Lüdemann, Rudolf Katz, Hinrich Wilhelm Kopf, Justus Danckwerts
(Bundesarchiv, Bild 175-05845 / CC-BY-SA 3.0)

Berghotel Rittersturz, 1930 (Stadtarchiv Koblenz FA 1-931)

Förderer

Akteure

Leitlinien

Leitlinien der "Koblenzer Wochen der Demokratie"

Leitlinien des Bundesprogramms "Demokratie leben!"

Rückblick 2019

Ihre Antworten zur Fragestellung „Was bedeutet Demokratie für mich?“

„Freiheit. Mitbestimmung. Gleichberechtigung.“

„Jede Meinung zählt.“

„Gesellschaftlicher Wandel gemeinsam gestalten.“

„Für die Sicherung der Menschenrechte und die Wahrung der Menschenwürde.“

„Um Menschen ein freies Leben zu ermöglichen und die Meinungsfreiheit zu unterstützen und zu fördern.“

„Demokratie ist ein Grundelement unserer Freiheit. Ohne Demokratie gibt es keine Freiheit.“

„Mitbestimmungsrecht.“

„Für Meinungsfreiheit und dafür, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger an der Politik durch Wahlen beteiligen können und ihre Meinung vertreten können.“

„Für Vielfalt in Europa.“

„Für mehr Gerechtigkeit und Bestimmungsrecht in der Zukunft.“

„Friedenssicherung, Freiheit, Individualität, Mitbestimmung des Volkes.“

„Damit alle Meinungen berücksichtigt werden.“

„Damit das Volk mitentscheiden kann.“

„Mitbestimmung, Offenheit und Freundschaft. Jeder zählt!“

„Die Demokratie ist eine Herrschaftsform, die auf das Wohlbefinden des Volkes ausgerichtet ist. Durch die Demokratie wird dem Volk die Möglichkeit gegeben, am politischen Prozess teilzunehmen und ihn mitzugestalten. Wir sollten die Demokratie schätzen und die Möglichkeit durch Wahlen zu partizipieren wahrnehmen.“

„Um eine Stimme und Mitsprache in der Politik zu haben.“

„Damit das Wohl der Mehrheit über dem Wunsch des Einzelnen steht.“

„Damit jeder Mensch die gleichen Rechte hat und niemand dem anderen unterworfen ist.“

„Demokratie schafft und garantiert den Freiraum für ein menschenwürdiges Leben.“

„Demokratie ist wichtig, damit die Rechte des Einzelnen gesichert sind und sich die Geschichte nicht wiederholt.“

„Für eine friedliche Gesellschaft innen und Frieden mit den Nachbarn außen.“

„Es ist wichtig, aus Fehlern zu lernen. Demokratie sollte jedem Menschen gleichermaßen die Chance auf ein gutes Leben mit gleichen Rechten geben.“

„Um Stabilität für den Erhalt der Meinungen des Volkes zu erhalten.“

„Weil nur so meine Stimme zählt.“

„Demokratie ist der Schlüssel zur Freiheit. Außerdem ist es meiner Meinung nach die Voraussetzung für Frieden innerhalb eines „Landes, denn erst, wenn jeder die Möglichkeit hat für eigene Interessen einzustehen, können die Menschen zufrieden sein.“

„Meiner Meinung nach ist Demokratie die Voraussetzung für Frieden und Freiheit.“

„Gegen Diktatur. Für Frieden und Zusammenkommen mehrerer Kulturen.“

Rückblick 2018

Abschlussveranstaltung

auf dem Münzplatz

Am 15. Juni 2018 fand auf dem Münzplatz ein Open-Air Konzert von und mit Music Live e.V. statt, welches von der Jugendbegegnungsstätte im Haus Metternich unterstützt wurde. Neben Musik von den Bands Rag a Muffin, Tonspuren und Strom & Wasser hat die Kulturfabrik Koblenz und die Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. auf der Bühne ihre Projekte vorgestellt. Diese wechselten sich mit Talk-Runden, unter anderem mit dem rheinland-pfälzischen Landtagspräsidenten Hendrik Hering, ab. Darüber hinaus luden Infostände, unter anderem der Landeszentrale für politische Bildung und des Vereins Merida e.V., zur Diskussion ein.
Für die Koblenzer Wochen der Demokratie wird am 06.05.2019 eine Auftaktveranstaltung im kurfürstlichen Schloss stattfinden. Wir freuen uns sehr, dass Herr Prof. Dr. Dr. Di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., einen Vortrag zum Thema Demokratie halten wird.

Musik mit hohem Gute-Laune Faktor: Strom & Wasser

Tonspuren (Foto Kai Myller)

Ihre Antworten zur Fragestellung „Was bedeutet Demokratie für mich?“

„Weil es das Geilste ist!“
„Um immer die Wahl zu haben und jeden Tag Freiheit leben zu können.“

„Selbstbereicherung, Verwirrung, Ungleichverteilung, Monopolisierung, Privatisierung, Kapitalisierung. HÄ? Weil wir in einer ironischen Welt leben…“

„Freie, weitgehend selbstbestimmte Lebensführung in einer pluralistischen Gesellschaft, ohne Willkürregime.“

„Vielfalt leben, Wissen weitergeben, Schwachen helfen.“

„Damit nicht einige Wenige über Wenige verfügen und Menschsein möglich wird“

„Wo? Am Rhein, an der Mosel, auf Fahrradwegen, im Leben, im Geburtskanal, in der Familie, in der Nachbarschaft, in Kindergärten, auf dem Arbeitsplatz, in Vereinen, in der Schule.“

„Demokratie als respektvolle Lebensform“

„Um ein freies, gutes und anregendes Leben zu führen!“

„Teilhabe am gesamtgesellschaftlichen Leben…reflexive Haltung für das Gemeinwohl und eine solidarische Gemeinschaft…Achtung der Würde. Partizipation. Bildung. Autonomie. Aufklärung.“

„Damit die Chancengleichheit nicht nach der Grundschule endet!“

„Weil sie unserem Selbstverständnis als selbstbestimmten Individuen entspricht.“

„Ziel der Bildung: reflexive Haltung zu sich und der Gesellschaft. Aufgabe von Bildungsinstitutionen: Befähigung zur Meinungsbildung → Voraussetzung für Demokratie, damit die Gesellschaft sich in einem stetigen Prozess der Lebensgestaltung befindet, an dem sich ALLE beteiligen können.“

„Im demokratischen Miteinander kann jede Person ihren Platz finden, sich mit seinen Begabungen entwickeln und diese zum Wohle von uns allen in die Gesellschaft einbringen.“

„Zur freien Entfaltung der Persönlichkeit“

„Für uns!“

„Auf die Liebe unter den Menschen und die Einsichtsfähigkeit der Politik.“„Demo-kratie = Volks-herrschaft (ex-klusiv). Anthopo-kratie = Menschen-Herrschaft (in-klusiv). Volk=Gruppe von Menschen. Lieber Anthropokratie

„Lest doch bitte vor aus Carl Zuckmayers „Des Teufels General die Rede des General Harras – das sagt alles!“

„Demokratie sollte die größtmögliche Freiheit des Individuums ermöglichen, ohne andere Individuen einzuschränken oder zu verletzen (Tierquälerei, Sklaverei, Tötung von Mensch und Tier)“

„Die Freiheit sich auseinanderzusetzen!“

„Damit auch „leise“ (resignierte, überlegende, zurückhaltende, benachteiligte, orientierunglose…) Stimmen gehört werden“

„Um jedem Menschen, egal welcher Herkunft, eine Teilhabe an unserer Gesellschaft zu ermöglichen“
„Zum Schutz unserer Menschenrechte“

„Demokratie heißt Freiheit des Denkens und Toleranz. Dies müssten vor allem die Religionen bzw. deren Kultur lernen.“

„Demokratie heißt für mich, meine Meinung sagen zu dürfen – ganz offen! Aber immer auf den Respekt – dem Anderen gegenüber!“

„Frieden“

„Ich beschreibe diese Karte, weil ich mitbestimmen will, ein gleicher Teil eines Ganzen sein, mich dafür einsetzen, dass es ein Ganzes gibt. Wir wollen uns bilden, wir wollen mündig sein. Und daher leben wir im besten System, was es bisher gibt. Seid euch bewusst, dass das Gute nicht selbstverständlich ist. Wenn ihr nicht zufrieden seid, DENKT und macht es SPRECHBAR, weil WIR DÜRFEN!“

„Ich habe mich ganz irre gefreut, auf so eine Aktion die mit so vielen tagesaktuellen Themen auf die Beine gestellt wurde!“

„Geregelte Freiheit + Vielfalt“

„In der Demokratie ist freies Leben möglich, verbunden mit Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lebens und der Gestaltung des Lebens in unserer Gesellschaft.“

„bzw. was bedeutet Demokratie für mich? Vor dem Film „Freistunde“: Mitbestimmung –Teilnahme der Bevölkerung, Bildung für alle, Gleichberechtigung, Freiheit, um auch Minderheiten eine Stimme zu geben. Nach dem Film: ein schöner Ansatz – vor allem für Schulen, keine Lösung für alle Schulen und Schüler, als Konzept – welchem in Schulen mehr Beachtung geschenkt werden sollte, Partizipation, als Schulform eine gute Vorbereitung auf das Leben“

Bilder von den Koblenzer Wochen der Demokratie 2018

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