Neuigkeiten

Am Mittwoch, den 08.07.2020 um 19 Uhr findet der Online-Vortrag „Fake Facts – Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“ mit Katharina Nocun statt. Anmeldungen bitte bis zum Vortag per E-Mail an bildungsbuero@stadt.koblenz.de. Anschließend erhalten Sie Informationen zur Einwahl.

Um die Zeit bis zu den Koblenzer Wochen der Demokratie im September 2020 zu verkürzen, veranstaltet die Universität Koblenz-Landau eine Online-Veranstaltungsreihe rund um das aktuelle Thema Corona und Verschwörungstheorien. Gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finden drei Vorträge von zwei Wissenschaftlern und einer Netzwerkbloggerin mit anschließender Diskussion statt, zu denen alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Weitere Infos im Flyer und unter „Programm“.

Demokratie trotz(t) Corona!

Die Koblenzer Wochen der Demokratie konnten Corona-bedingt nicht im ursprünglich geplanten Zeitraum durchgeführt werden. Eine „Light-Version“ der Koblenzer Wochen der Demokratie 2020 findet nun, natürlich unter Vorbehalt und unter Einhaltung der Hygieneregeln, im Zeitraum vom 01.09. bis 03.10.2020 statt.

Die im Jahr 2018 erstmals veranstalteten „Koblenzer Wochen der Demokratie“ mit ihrem für die Entstehung der Bundesrepublik so wichtigen Thema der „Rittersturzkonferenz“ fanden eine große Resonanz, die zahlreichen Veranstaltungen waren sehr gut besucht. So wurde die Veranstaltungsreihe 2019 unter dem Titel „Wozu Demokratie? Weil wir die Wahl haben!“ fortgeführt. In diesem Jahr widmen sich die „Koblenzer Wochen der Demokratie“ ebenfalls einem aktuellen Thema. Unter dem Motto „75 Jahre später – Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen“ soll auch 2020 wieder eine intensive Auseinandersetzung mit der demokratischen Kultur angeregt werden.

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Konzentrationslager von Auschwitz. Mehr als 1 Millionen Menschen hatten die Nazis dort zuvor ermordet. Auschwitz erinnert an die Gräueltaten, zu denen Menschen imstande sind – angetrieben von Ideologien, Rassenfeindlichkeit und Menschenhass.

In Zeiten, in denen wir einen besorgniserregenden Rassismus, eine zunehmende Intoleranz und eine Welle von Hassdelikten erleben, ist es umso wichtiger, daran zu erinnern sowie Verbindungen zu gegenwärtigen und zukünftigen Problemen und Entwicklungen sichtbar zu machen.

Die „Koblenzer Wochen der Demokratie“ wollen dem Auftrag, den uns unsere Geschichte auferlegt, nachkommen: zu erinnern und nie wieder zuzulassen, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen und Demokratie zu leben.

Ich würde mich freuen, wenn die unterschiedlichen Formate und Ausrichtungen unserer Veranstaltungsreihe auch in diesem Jahr zahlreiche Impulse für eine lebendige Diskussion über unsere demokratiegeprägte Gesellschaft setzen.

PD Dr. Margit Theis-Scholz
Bildungs- und Kulturdezernentin der Stadt Koblenz

Schirmherrschaft

Malu DreyerSehr geehrte Herren und Damen,

die Koblenzer Wochen der Demokratie laden auch in diesem Jahr wieder zur konstruktiven Auseinander­setzung mit Demokratie ein und öffnen in vielseitigen Veranstaltungen Raum für Diskussion, zum Austausch und zur Unterhaltung. Unter dem Motto: „75 Jahre später – Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen“ erinnern sie auch an die Befreiung von Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee im Januar 1945.

Auschwitz ist zum Inbegriff der nationalsozialistischen Menschheits­verbrechen, insbesondere des Holocaust an den europäischen Juden und Jüdinnen geworden. Es ist ein Mahnmal, dass uns daran erinnert, für Demokratie und Menschenrechte überall auf der Welt einzustehen.

Die Verbrechen der Nationalsozialisten und das unfassbare Leid der Opfer dürfen niemals vergessen werden! Die Erinnerung an die grauenvollen Verbrechen während der NS-Zeit lehrt uns, wachsam zu sein und mit aller Kraft jedweden Bestrebungen entgegenzutreten, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden.

Gerade in Zeiten, in denen Gewalt und Menschenfeindlichkeit wieder aufkeimen, ist es umso wichtiger, das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie zu unterstützen und entschieden unsere Stimme gegen Rassismus, Antisemitismus und die Verachtung von Minderheiten zu erheben.

Ich danke den Organisatoren und Organisatorinnen sowie allen Beteiligten für ihr Engagement rund um die Koblenzer Demokratiewochen und wünsche allen interessierten Bürgern und Bürgerinnen wertvolle Eindrücke und schöne Begegnungen in Koblenz.

Malu Dreyer
Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Programmübersicht

Juni

06Feb(Feb 6)20:0005Sep(Sep 5)22:00EINNORDEN, die/der LETZTE macht das Licht ausJBS Haus Metternich

07Jun17:0019:00Wissenschaftstheorie und Demokratie - FÄLLT AUS!Diehl's Hotel Koblenz-Ehrenbreitstein

07Jun17:0019:00Koblenz spricht - online!Online (Zoom-Meeting)

10Jun(Jun 10)0:0014(Jun 14)0:002Rivers FilmfestivalOnline

21JunalldayOtto Fried - AusstellungseröffnungLudwig Museum

30Jun18:0020:00Europa MenschenGerecht - EuropaSalon zur RatpräsidentschaftOnline

Juli

06Feb(Feb 6)20:0005Sep(Sep 5)22:00EINNORDEN, die/der LETZTE macht das Licht ausJBS Haus Metternich

02Jul8:4518:00Regionalhistorische Exkursion nach CochemCochem

02Jul19:0021:00Online-Vortrag: Verschwörungstheorien und das Corona-VirusOnline

08Jul19:0021:00Online-Vortrag: Fake Facts - Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmenOnline

13Jul10:0012:00Online-Vortrag: „,Umvolkung‘ ist kein ‚Nazi Sprech ‘, sondern ein treffender und sachangemessener Begriff für das, was gerade in unserem Land geschieht.“ - Zur sprachlichen Manifestation von Verschwörungstheorien im RechtspopulismusOnline

August

06Feb(Feb 6)20:0005Sep(Sep 5)22:00EINNORDEN, die/der LETZTE macht das Licht ausJBS Haus Metternich

September

06Feb(Feb 6)20:0005Sep(Sep 5)22:00EINNORDEN, die/der LETZTE macht das Licht ausJBS Haus Metternich

28Sep19:0020:30Einigkeit und Recht und Freiheit – 30 Jahre Wiedervereinigung und wie geht es weiter?Bischöfliches Cusanus-Gymnasium

Oktober

No Events

November

No Events

Dezember

No Events

Januar

No Events

Februar

No Events

März

No Events

April

No Events

Hintergrund:

Die Koblenzer Rittersturzkonferenz

Hintergrund:

Die Koblenzer

Rittersturzkonferenz

Anlass für die Koblenzer Wochen der Demokratie war die „Rittersturzkonferenz“, die sich 2018 zum 70ten Mal jährte. Vom 8. bis zum 10. Juli 1948 fanden auf dem Koblenzer Rittersturz – einem Felsvorsprung am Stadtrand, auf dem bis in die 1970er Jahre ein Tagungshotel stand – entscheidende Beratungen zur Verfassung des Grundgesetzes statt. Die Stadt Koblenz ist seither unmittelbar mit der Entstehung der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland verbunden.

Anlass für die Veranstaltungsreihe waren allerdings auch die Veränderungen der demokratischen Kultur in Deutschland und Europa. Diese Ausgangspunkte haben die Stadt Koblenz dazu bewegt, die „Koblenzer Wochen der Demokratie“ zu veranstalten, um im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern aktiv zu einer Erneuerung der Demokratie im 21. Jahrhundert beizutragen.

Der Programmtitel „Wozu Demokratie?“ soll dazu anregen, gemeinsam über das Zusammenleben in Stadt und Region nachzudenken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv zu gestalten.

Konferenzteilnehmer von links: Lorenz Bock, Viktor Renner, Franz Suchan, Hermann Lüdemann, Rudolf Katz, Hinrich Wilhelm Kopf, Justus Danckwerts
(Bundesarchiv, Bild 175-05845 / CC-BY-SA 3.0)

Berghotel Rittersturz, 1930 (Stadtarchiv Koblenz FA 1-931)

Förderer

Akteure

Leitlinien

Leitlinien der "Koblenzer Wochen der Demokratie"

Leitlinien des Bundesprogramms "Demokratie leben!"

Antragstellung

Bitte senden Sie das ausgefüllte Antragsformular unterschrieben per E-Mail an bildungsbuero@stadt.koblenz.de.

Antragsformular der "Partnerschaft für Demokratie Koblenz"

Rückblick 2019

Ihre Antworten zur Fragestellung „Was bedeutet Demokratie für mich?“

„Freiheit. Mitbestimmung. Gleichberechtigung.“

„Jede Meinung zählt.“

„Gesellschaftlicher Wandel gemeinsam gestalten.“

„Für die Sicherung der Menschenrechte und die Wahrung der Menschenwürde.“

„Um Menschen ein freies Leben zu ermöglichen und die Meinungsfreiheit zu unterstützen und zu fördern.“

„Demokratie ist ein Grundelement unserer Freiheit. Ohne Demokratie gibt es keine Freiheit.“

„Mitbestimmungsrecht.“

„Für Meinungsfreiheit und dafür, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger an der Politik durch Wahlen beteiligen können und ihre Meinung vertreten können.“

„Für Vielfalt in Europa.“

„Für mehr Gerechtigkeit und Bestimmungsrecht in der Zukunft.“

„Friedenssicherung, Freiheit, Individualität, Mitbestimmung des Volkes.“

„Damit alle Meinungen berücksichtigt werden.“

„Damit das Volk mitentscheiden kann.“

„Mitbestimmung, Offenheit und Freundschaft. Jeder zählt!“

„Die Demokratie ist eine Herrschaftsform, die auf das Wohlbefinden des Volkes ausgerichtet ist. Durch die Demokratie wird dem Volk die Möglichkeit gegeben, am politischen Prozess teilzunehmen und ihn mitzugestalten. Wir sollten die Demokratie schätzen und die Möglichkeit durch Wahlen zu partizipieren wahrnehmen.“

„Um eine Stimme und Mitsprache in der Politik zu haben.“

„Damit das Wohl der Mehrheit über dem Wunsch des Einzelnen steht.“

„Damit jeder Mensch die gleichen Rechte hat und niemand dem anderen unterworfen ist.“

„Demokratie schafft und garantiert den Freiraum für ein menschenwürdiges Leben.“

„Demokratie ist wichtig, damit die Rechte des Einzelnen gesichert sind und sich die Geschichte nicht wiederholt.“

„Für eine friedliche Gesellschaft innen und Frieden mit den Nachbarn außen.“

„Es ist wichtig, aus Fehlern zu lernen. Demokratie sollte jedem Menschen gleichermaßen die Chance auf ein gutes Leben mit gleichen Rechten geben.“

„Um Stabilität für den Erhalt der Meinungen des Volkes zu erhalten.“

„Weil nur so meine Stimme zählt.“

„Demokratie ist der Schlüssel zur Freiheit. Außerdem ist es meiner Meinung nach die Voraussetzung für Frieden innerhalb eines „Landes, denn erst, wenn jeder die Möglichkeit hat für eigene Interessen einzustehen, können die Menschen zufrieden sein.“

„Meiner Meinung nach ist Demokratie die Voraussetzung für Frieden und Freiheit.“

„Gegen Diktatur. Für Frieden und Zusammenkommen mehrerer Kulturen.“

Rückblick 2018

Abschlussveranstaltung

auf dem Münzplatz

Am 15. Juni 2018 fand auf dem Münzplatz ein Open-Air Konzert von und mit Music Live e.V. statt, welches von der Jugendbegegnungsstätte im Haus Metternich unterstützt wurde. Neben Musik von den Bands Rag a Muffin, Tonspuren und Strom & Wasser hat die Kulturfabrik Koblenz und die Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. auf der Bühne ihre Projekte vorgestellt. Diese wechselten sich mit Talk-Runden, unter anderem mit dem rheinland-pfälzischen Landtagspräsidenten Hendrik Hering, ab. Darüber hinaus luden Infostände, unter anderem der Landeszentrale für politische Bildung und des Vereins Merida e.V., zur Diskussion ein.
Für die Koblenzer Wochen der Demokratie wird am 06.05.2019 eine Auftaktveranstaltung im kurfürstlichen Schloss stattfinden. Wir freuen uns sehr, dass Herr Prof. Dr. Dr. Di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., einen Vortrag zum Thema Demokratie halten wird.

Musik mit hohem Gute-Laune Faktor: Strom & Wasser

Tonspuren (Foto Kai Myller)

Ihre Antworten zur Fragestellung „Was bedeutet Demokratie für mich?“

„Weil es das Geilste ist!“
„Um immer die Wahl zu haben und jeden Tag Freiheit leben zu können.“

„Selbstbereicherung, Verwirrung, Ungleichverteilung, Monopolisierung, Privatisierung, Kapitalisierung. HÄ? Weil wir in einer ironischen Welt leben…“

„Freie, weitgehend selbstbestimmte Lebensführung in einer pluralistischen Gesellschaft, ohne Willkürregime.“

„Vielfalt leben, Wissen weitergeben, Schwachen helfen.“

„Damit nicht einige Wenige über Wenige verfügen und Menschsein möglich wird“

„Wo? Am Rhein, an der Mosel, auf Fahrradwegen, im Leben, im Geburtskanal, in der Familie, in der Nachbarschaft, in Kindergärten, auf dem Arbeitsplatz, in Vereinen, in der Schule.“

„Demokratie als respektvolle Lebensform“

„Um ein freies, gutes und anregendes Leben zu führen!“

„Teilhabe am gesamtgesellschaftlichen Leben…reflexive Haltung für das Gemeinwohl und eine solidarische Gemeinschaft…Achtung der Würde. Partizipation. Bildung. Autonomie. Aufklärung.“

„Damit die Chancengleichheit nicht nach der Grundschule endet!“

„Weil sie unserem Selbstverständnis als selbstbestimmten Individuen entspricht.“

„Ziel der Bildung: reflexive Haltung zu sich und der Gesellschaft. Aufgabe von Bildungsinstitutionen: Befähigung zur Meinungsbildung → Voraussetzung für Demokratie, damit die Gesellschaft sich in einem stetigen Prozess der Lebensgestaltung befindet, an dem sich ALLE beteiligen können.“

„Im demokratischen Miteinander kann jede Person ihren Platz finden, sich mit seinen Begabungen entwickeln und diese zum Wohle von uns allen in die Gesellschaft einbringen.“

„Zur freien Entfaltung der Persönlichkeit“

„Für uns!“

„Auf die Liebe unter den Menschen und die Einsichtsfähigkeit der Politik.“„Demo-kratie = Volks-herrschaft (ex-klusiv). Anthopo-kratie = Menschen-Herrschaft (in-klusiv). Volk=Gruppe von Menschen. Lieber Anthropokratie

„Lest doch bitte vor aus Carl Zuckmayers „Des Teufels General die Rede des General Harras – das sagt alles!“

„Demokratie sollte die größtmögliche Freiheit des Individuums ermöglichen, ohne andere Individuen einzuschränken oder zu verletzen (Tierquälerei, Sklaverei, Tötung von Mensch und Tier)“

„Die Freiheit sich auseinanderzusetzen!“

„Damit auch „leise“ (resignierte, überlegende, zurückhaltende, benachteiligte, orientierunglose…) Stimmen gehört werden“

„Um jedem Menschen, egal welcher Herkunft, eine Teilhabe an unserer Gesellschaft zu ermöglichen“
„Zum Schutz unserer Menschenrechte“

„Demokratie heißt Freiheit des Denkens und Toleranz. Dies müssten vor allem die Religionen bzw. deren Kultur lernen.“

„Demokratie heißt für mich, meine Meinung sagen zu dürfen – ganz offen! Aber immer auf den Respekt – dem Anderen gegenüber!“

„Frieden“

„Ich beschreibe diese Karte, weil ich mitbestimmen will, ein gleicher Teil eines Ganzen sein, mich dafür einsetzen, dass es ein Ganzes gibt. Wir wollen uns bilden, wir wollen mündig sein. Und daher leben wir im besten System, was es bisher gibt. Seid euch bewusst, dass das Gute nicht selbstverständlich ist. Wenn ihr nicht zufrieden seid, DENKT und macht es SPRECHBAR, weil WIR DÜRFEN!“

„Ich habe mich ganz irre gefreut, auf so eine Aktion die mit so vielen tagesaktuellen Themen auf die Beine gestellt wurde!“

„Geregelte Freiheit + Vielfalt“

„In der Demokratie ist freies Leben möglich, verbunden mit Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lebens und der Gestaltung des Lebens in unserer Gesellschaft.“

„bzw. was bedeutet Demokratie für mich? Vor dem Film „Freistunde“: Mitbestimmung –Teilnahme der Bevölkerung, Bildung für alle, Gleichberechtigung, Freiheit, um auch Minderheiten eine Stimme zu geben. Nach dem Film: ein schöner Ansatz – vor allem für Schulen, keine Lösung für alle Schulen und Schüler, als Konzept – welchem in Schulen mehr Beachtung geschenkt werden sollte, Partizipation, als Schulform eine gute Vorbereitung auf das Leben“

Bilder von den Koblenzer Wochen der Demokratie 2018

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