Oktober 2020

27Okt19:000:00Lesung mit Alice Hasters: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollenKulturfabrik

Beschreibung

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Kulturfabrik, Mayer-Alberti-Straße 11, 56070 Koblenz

Eintrittskosten: 8 €

Vortrag/Lesung mit anschließender Diskussion

»Hautfarbe ist überhaupt nicht egal. Leider nicht. Sie zu ignorieren bringt uns nicht weiter. Deshalb bezeichne ich mich selbst als Schwarze Frau. Es ist ein wichtiger Teil meiner Identität. Es ist mir wichtig, dass es groß geschrieben wird, denn es bezieht sich nicht auf die tatsächliche Farbe meiner Haut […]. Es ist meine Selbstbezeichnung. Es beschreibt eine gesamte Identität, die aus vielen Facetten besteht.« Alice Hasters

Alice Hasters ist eine Schwarze Frau mit einem weißen Elternteil, sie hat zwei ältere Schwestern und wurde 1989 in Köln geboren. Sie wird sehr oft für ihr gutes Deutsch gelobt, ihr Haar wird ungefragt angefasst, und ihr Körper rückt immer wieder in den Fokus, wenn es um sexuelle Merkmale Schwarzer Frauen geht. »Aber wo kommst du wirklich her?«, »Kannst du überhaupt Sonnenbrand bekommen?«: Jede Frage, die auf ihre „wirkliche“ Herkunft zielt, lässt Alice Hasters Ausgrenzung spüren. Anhand persönlicher Erfahrungen spiegelt Hasters die vielfältigen Lebenssituationen, in denen Black and Indigenous People of Color Diskriminierung täglich erleben. Ihr Buch ist eine Aufforderung an weiße Menschen sich ihrer unreflektierten Gedanken, Äußerungen und Verhaltensweisen gegenüber BIPOC bewusst zu werden – denn selbst freundlich gemeinte Kommentare offenbaren tiefsitzenden Rassismus. Wenn weiße Menschen verstehen lernen, was jene Sätze beim Gegenüber auslösen, haben wir endlich eine Grundlage über Rassismus zu sprechen. Erst dann begreifen wir, dass es nicht um Sprachregelungen oder Verbote geht, sondern um respektvollen Umgang in einer vielfältigen Gesellschaft.

Veranstalter

Kulturfabrik Koblenz

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