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Programmaufruf: Koblenzer Wochen der Demokratie (01.09. – 03.10.2021)

Krieg und Frieden in der Demokratie

In der ‚alten‘, westlichen Bundesrepublik wurde uns beigebracht: Demokratie bedeutet Frieden, Diktatur bedeutet Krieg. Heute gibt es kaum mehr Diktaturen. Die Demokratie gilt als einzig legitime Staatsform. Die Kriege aber sind nicht verschwunden. Auch deutsche Soldaten kämpfen in verschiedenen Regionen der Welt – meist für Demokratie und Freiheit. Gehört damit der Krieg genauso zur Demokratie wie der Frieden? Oder ist eine ideale Demokratie ohne Krieg denkbar? Wie verhält sich überhaupt die Demokratie zu Krieg und Frieden, die Freiheit zu Gewalt und Gewaltlosigkeit? Diese Fragen werden das 21. Jahrhundert noch eine Weile beschäftigen. Die diesjährigen Koblenzer Wochen der Demokratie (01.09.-03.10.2021) stellen sie ins Zentrum, um auf breiter Basis zu ihrer Diskussion aufzurufen. Koblenz, das Rheinland und die Region haben bis heute ihre ganz eigene Demokratie-, Kriegs- und Friedensgeschichte, aus der sich vielleicht etwas lernen lässt. Doch auch Projekte und Veranstaltungen zur nationalen und internationalen Dimension des Themas sind willkommen. Hiermit rufen wir alle Interessierten auf, Ideen und Skizzen für jede Art von Veranstaltung zum Thema „Krieg und Frieden in der Demokratie“ einzureichen.

Fristen zur Einreichung von Programmbeiträgen sind jeweils Freitag, der 25.06. (Rückmeldung bis 09.07.) und der 16.07. (Rückmeldung bis 30.07.). Die Vorschläge sind per E-Mail an bildungsbuero@stadt.koblenz.de unter Verwendung der entsprechenden Formulare einzureichen. Letztere finden Sie unter www.wozu-demokratie.de. Bitte unterscheiden Sie bei der Einreichung zwischen finanziell förderbedürftigen Projekten und Angeboten, die keiner Förderung bedürfen. Je nach Pandemiegeschehen können Veranstaltungen in Präsenz, in hybrider oder digitaler Form durchgeführt werden. Die Möglichkeit der Umorganisation einer in Präsenz geplanten Veranstaltung in ein hybrides oder digitales Angebot sollte bereits bei Antragstellung bedacht werden.

Für Rückfragen steht Ihnen Clara Jung, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Koblenz, auch telefonisch unter 0261-129 1929 zur Verfügung.

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Auch außerhalb der Koblenzer Wochen der Demokratie können Projekte, die zur Demokratieförderung beitragen, im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ unterstützt werden: Die Partnerschaft für Demokratie Koblenz ruft gemeinnützige Organisationen dazu auf, Projektanträge einzureichen!

Fristen zur Einreichung von Anträgen in 2021 sind jeweils Freitag, der 25.06.2021 und 15.10.2021.

Wer kann gefördert werden?

  • Antragsberechtigt sind gemeinnützige Organisationen (Vereine, Institutionen) mit Sitz in Koblenz

Was kann gefördert werden?

  • Projekte, die mit den Kernzielen des Bundesprogramms in Einklang stehen: Demokratie fördern, Vielfalt gestalten, Extremismus vorbeugen
  • Projekte, die in Koblenz stattfinden und sich auf die lokale Gesellschaft auswirken
  • Projekte, die sich an Kinder und Jugendliche, deren Eltern und Bezugspersonen, junge Erwachsene, pädagogische Fachkräfte sowie ehren-, neben- und hauptamtlich in der Kinder- und Jugendhilfe und an anderen Sozialisationsorten Tätige oder die breite Zivilgesellschaft richten
  • Projekte, die 2021 durchgeführt und beendet werden

Die Richtlinien und das Antragsformular finden Sie unter „Leitlinien“ und „Antragstellung“.

Über Projekte von und für Jugendliche entscheidet der Jugendbeirat, der über die Mittel im Jugendfonds verfügt.

Antragstellung

Bitte senden Sie Ihre Programmbeiträge für die diesjährigen Koblenzer Wochen der Demokratie bis zum 25.06.2021 oder 16.07.2021 per E-Mail an bildungsbuero@stadt.koblenz.de. Sie erhalten bis zum 09.07. bzw. bis zum 30.07. eine Rückmeldung zu Ihrem Programmbeitrag. Vielen Dank!

Dieses Formular dient dazu, Vorschläge für Programmbeiträge für die diesjährigen Koblenzer Wochen der Demokratie mit dem Motto „Krieg und Frieden in der Demokratie“ einzureichen. Dieses Formular ist für die Angebote auszufüllen, die keiner finanziellen Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ bedürfen.

Dieses Formular dient dazu, eine finanzielle Förderung für Programmbeiträge im Rahmen der diesjährigen Koblenzer Wochen der Demokratie mit dem Motto „Krieg und Frieden in der Demokratie“ zu beantragen.

Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Koblenz können gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Koblenz ganzjährig, also auch unabhängig der Koblenzer Wochen der Demokratie, Projektanträge auf Förderung durch Mittel des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ einreichen!

Antragsformular der "Partnerschaft für Demokratie Koblenz"

Informationen zur Förderung

Leitlinien

Leitlinien der "Koblenzer Wochen der Demokratie"

Leitlinien des Bundesprogramms "Demokratie leben!"

Programmübersicht

Ab August wird das Programm der Koblenzer Wochen der Demokratie 2021 in kalendarischer Übersicht hier eingefügt.

Hinweis: Die unterschiedlichen Farben der Programmpunkte zeigen an, ob die Veranstaltung mit Mitteln des Förderprogramms „Demokratie leben!“ bezuschusst wurde. Veranstaltungen, die hell blau markiert sind, werden gefördert. Veranstaltungen in dunkelblau sind Teil der Koblenzer Wochen der Demokratie, werden jedoch von den jeweiligen Veranstalter*innen selbst finanziert.

Hintergrund:

Die Koblenzer Rittersturzkonferenz

Hintergrund:

Die Koblenzer

Rittersturzkonferenz

Anlass für die Koblenzer Wochen der Demokratie war die „Rittersturzkonferenz“, die sich 2018 zum 70ten Mal jährte. Vom 8. bis zum 10. Juli 1948 fanden auf dem Koblenzer Rittersturz – einem Felsvorsprung am Stadtrand, auf dem bis in die 1970er Jahre ein Tagungshotel stand – entscheidende Beratungen zur Verfassung des Grundgesetzes statt. Die Stadt Koblenz ist seither unmittelbar mit der Entstehung der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland verbunden.

Anlass für die Veranstaltungsreihe waren allerdings auch die Veränderungen der demokratischen Kultur in Deutschland und Europa. Diese Ausgangspunkte haben die Stadt Koblenz dazu bewegt, die „Koblenzer Wochen der Demokratie“ zu veranstalten, um im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern aktiv zu einer Erneuerung der Demokratie im 21. Jahrhundert beizutragen.

Der Programmtitel „Wozu Demokratie?“ soll dazu anregen, gemeinsam über das Zusammenleben in Stadt und Region nachzudenken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv zu gestalten.

Konferenzteilnehmer von links: Lorenz Bock, Viktor Renner, Franz Suchan, Hermann Lüdemann, Rudolf Katz, Hinrich Wilhelm Kopf, Justus Danckwerts
(Bundesarchiv, Bild 175-05845 / CC-BY-SA 3.0)

Berghotel Rittersturz, 1930 (Stadtarchiv Koblenz FA 1-931)

Förderer

Rückblick 2019

Ihre Antworten zur Fragestellung „Was bedeutet Demokratie für mich?“

„Freiheit. Mitbestimmung. Gleichberechtigung.“

„Jede Meinung zählt.“

„Gesellschaftlicher Wandel gemeinsam gestalten.“

„Für die Sicherung der Menschenrechte und die Wahrung der Menschenwürde.“

„Um Menschen ein freies Leben zu ermöglichen und die Meinungsfreiheit zu unterstützen und zu fördern.“

„Demokratie ist ein Grundelement unserer Freiheit. Ohne Demokratie gibt es keine Freiheit.“

„Mitbestimmungsrecht.“

„Für Meinungsfreiheit und dafür, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger an der Politik durch Wahlen beteiligen können und ihre Meinung vertreten können.“

„Für Vielfalt in Europa.“

„Für mehr Gerechtigkeit und Bestimmungsrecht in der Zukunft.“

„Friedenssicherung, Freiheit, Individualität, Mitbestimmung des Volkes.“

„Damit alle Meinungen berücksichtigt werden.“

„Damit das Volk mitentscheiden kann.“

„Mitbestimmung, Offenheit und Freundschaft. Jeder zählt!“

„Die Demokratie ist eine Herrschaftsform, die auf das Wohlbefinden des Volkes ausgerichtet ist. Durch die Demokratie wird dem Volk die Möglichkeit gegeben, am politischen Prozess teilzunehmen und ihn mitzugestalten. Wir sollten die Demokratie schätzen und die Möglichkeit durch Wahlen zu partizipieren wahrnehmen.“

„Um eine Stimme und Mitsprache in der Politik zu haben.“

„Damit das Wohl der Mehrheit über dem Wunsch des Einzelnen steht.“

„Damit jeder Mensch die gleichen Rechte hat und niemand dem anderen unterworfen ist.“

„Demokratie schafft und garantiert den Freiraum für ein menschenwürdiges Leben.“

„Demokratie ist wichtig, damit die Rechte des Einzelnen gesichert sind und sich die Geschichte nicht wiederholt.“

„Für eine friedliche Gesellschaft innen und Frieden mit den Nachbarn außen.“

„Es ist wichtig, aus Fehlern zu lernen. Demokratie sollte jedem Menschen gleichermaßen die Chance auf ein gutes Leben mit gleichen Rechten geben.“

„Um Stabilität für den Erhalt der Meinungen des Volkes zu erhalten.“

„Weil nur so meine Stimme zählt.“

„Demokratie ist der Schlüssel zur Freiheit. Außerdem ist es meiner Meinung nach die Voraussetzung für Frieden innerhalb eines „Landes, denn erst, wenn jeder die Möglichkeit hat für eigene Interessen einzustehen, können die Menschen zufrieden sein.“

„Meiner Meinung nach ist Demokratie die Voraussetzung für Frieden und Freiheit.“

„Gegen Diktatur. Für Frieden und Zusammenkommen mehrerer Kulturen.“

Rückblick 2018

Abschlussveranstaltung

auf dem Münzplatz

Am 15. Juni 2018 fand auf dem Münzplatz ein Open-Air Konzert von und mit Music Live e.V. statt, welches von der Jugendbegegnungsstätte im Haus Metternich unterstützt wurde. Neben Musik von den Bands Rag a Muffin, Tonspuren und Strom & Wasser hat die Kulturfabrik Koblenz und die Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. auf der Bühne ihre Projekte vorgestellt. Diese wechselten sich mit Talk-Runden, unter anderem mit dem rheinland-pfälzischen Landtagspräsidenten Hendrik Hering, ab. Darüber hinaus luden Infostände, unter anderem der Landeszentrale für politische Bildung und des Vereins Merida e.V., zur Diskussion ein.
Für die Koblenzer Wochen der Demokratie wird am 06.05.2019 eine Auftaktveranstaltung im kurfürstlichen Schloss stattfinden. Wir freuen uns sehr, dass Herr Prof. Dr. Dr. Di Fabio, Bundesverfassungsrichter a.D., einen Vortrag zum Thema Demokratie halten wird.

Musik mit hohem Gute-Laune Faktor: Strom & Wasser

Tonspuren (Foto Kai Myller)

Ihre Antworten zur Fragestellung „Was bedeutet Demokratie für mich?“

„Weil es das Geilste ist!“
„Um immer die Wahl zu haben und jeden Tag Freiheit leben zu können.“

„Selbstbereicherung, Verwirrung, Ungleichverteilung, Monopolisierung, Privatisierung, Kapitalisierung. HÄ? Weil wir in einer ironischen Welt leben…“

„Freie, weitgehend selbstbestimmte Lebensführung in einer pluralistischen Gesellschaft, ohne Willkürregime.“

„Vielfalt leben, Wissen weitergeben, Schwachen helfen.“

„Damit nicht einige Wenige über Wenige verfügen und Menschsein möglich wird“

„Wo? Am Rhein, an der Mosel, auf Fahrradwegen, im Leben, im Geburtskanal, in der Familie, in der Nachbarschaft, in Kindergärten, auf dem Arbeitsplatz, in Vereinen, in der Schule.“

„Demokratie als respektvolle Lebensform“

„Um ein freies, gutes und anregendes Leben zu führen!“

„Teilhabe am gesamtgesellschaftlichen Leben…reflexive Haltung für das Gemeinwohl und eine solidarische Gemeinschaft…Achtung der Würde. Partizipation. Bildung. Autonomie. Aufklärung.“

„Damit die Chancengleichheit nicht nach der Grundschule endet!“

„Weil sie unserem Selbstverständnis als selbstbestimmten Individuen entspricht.“

„Ziel der Bildung: reflexive Haltung zu sich und der Gesellschaft. Aufgabe von Bildungsinstitutionen: Befähigung zur Meinungsbildung → Voraussetzung für Demokratie, damit die Gesellschaft sich in einem stetigen Prozess der Lebensgestaltung befindet, an dem sich ALLE beteiligen können.“

„Im demokratischen Miteinander kann jede Person ihren Platz finden, sich mit seinen Begabungen entwickeln und diese zum Wohle von uns allen in die Gesellschaft einbringen.“

„Zur freien Entfaltung der Persönlichkeit“

„Für uns!“

„Auf die Liebe unter den Menschen und die Einsichtsfähigkeit der Politik.“„Demo-kratie = Volks-herrschaft (ex-klusiv). Anthopo-kratie = Menschen-Herrschaft (in-klusiv). Volk=Gruppe von Menschen. Lieber Anthropokratie

„Lest doch bitte vor aus Carl Zuckmayers „Des Teufels General die Rede des General Harras – das sagt alles!“

„Demokratie sollte die größtmögliche Freiheit des Individuums ermöglichen, ohne andere Individuen einzuschränken oder zu verletzen (Tierquälerei, Sklaverei, Tötung von Mensch und Tier)“

„Die Freiheit sich auseinanderzusetzen!“

„Damit auch „leise“ (resignierte, überlegende, zurückhaltende, benachteiligte, orientierunglose…) Stimmen gehört werden“

„Um jedem Menschen, egal welcher Herkunft, eine Teilhabe an unserer Gesellschaft zu ermöglichen“
„Zum Schutz unserer Menschenrechte“

„Demokratie heißt Freiheit des Denkens und Toleranz. Dies müssten vor allem die Religionen bzw. deren Kultur lernen.“

„Demokratie heißt für mich, meine Meinung sagen zu dürfen – ganz offen! Aber immer auf den Respekt – dem Anderen gegenüber!“

„Frieden“

„Ich beschreibe diese Karte, weil ich mitbestimmen will, ein gleicher Teil eines Ganzen sein, mich dafür einsetzen, dass es ein Ganzes gibt. Wir wollen uns bilden, wir wollen mündig sein. Und daher leben wir im besten System, was es bisher gibt. Seid euch bewusst, dass das Gute nicht selbstverständlich ist. Wenn ihr nicht zufrieden seid, DENKT und macht es SPRECHBAR, weil WIR DÜRFEN!“

„Ich habe mich ganz irre gefreut, auf so eine Aktion die mit so vielen tagesaktuellen Themen auf die Beine gestellt wurde!“

„Geregelte Freiheit + Vielfalt“

„In der Demokratie ist freies Leben möglich, verbunden mit Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lebens und der Gestaltung des Lebens in unserer Gesellschaft.“

„bzw. was bedeutet Demokratie für mich? Vor dem Film „Freistunde“: Mitbestimmung –Teilnahme der Bevölkerung, Bildung für alle, Gleichberechtigung, Freiheit, um auch Minderheiten eine Stimme zu geben. Nach dem Film: ein schöner Ansatz – vor allem für Schulen, keine Lösung für alle Schulen und Schüler, als Konzept – welchem in Schulen mehr Beachtung geschenkt werden sollte, Partizipation, als Schulform eine gute Vorbereitung auf das Leben“

Bilder von den Koblenzer Wochen der Demokratie 2018

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